Gabriela Goronzy

garego Artprints – Kunst für Alle!
Die Arbeiten von Gabriela Goronzy befassen sich mit dem Thema „Spiegelungen“ und Identität,
in direkter und assoziativer Form.

Das Selbst im Spiegel der Welt – Einige Zitate aus der Einführungsrede zur Ausstellung

„Gabriela Goronzy – Lebendigkeit  – 100 Zeichnungen“

„Mit den kulturellen Umwälzungen, die die Renaissance mit sich gebracht hat, erschien auch ein neuer Topos im Repertoire der Bildenden Kunst: Das Selbstportrait.“
„Seitdem durchzieht das Selbstportrait die Kunstgeschichte wie ein roter Faden und ist in der Gegenwart in Form des Selfies allgegenwärtig geworden.“
„Die bloße Frage nach dem individuellen Selbst weist eine sehr viel deutlichere Traditionsspur auf und findet in Europa ihren frühesten markanten Ausdruck in dem Diktum „Gnothi seauton“: Erkenne Dich selbst!, das im 5. Jhd. v. Chr. als Inschrift in der Vorhalle des Tempels von Delphi angebracht worden war.
Der Blick auf das Selbst wird im delphischen Orakel in den Dienst der Welterkenntnis gestellt, in dem vorausgesetzt wird, daß die Vorgänge in unserem Geist den Vorgängen in der äußeren Welt entsprechen und das die Art und Weise, wie wir Dinge ordnen und bewerten, allgemeingültigen Prinzipien folgt. Das Selbst wird zum Spiegel der Welt.

Übertragen wir diese Idee auf die Kulturtheorie befinden wir uns unversehens mitten in dem maßgeblichen Diskurs über das wechselwirkende Verhältnis von Identität, Kultur und Umwelt.“
garego Artprints – Kunst für Alle!
„„Diese große Welt ist der Spiegel, in den wir hineinschauen müssen, um uns von Grund auf kennen zu lernen.“, sowie später bei William Makepeace Thackeray, in dessen Jahrmarkt der Eitelkeiten es heißt: „Die Welt ist ein Spiegel, aus dem jedem sein eigenes Gesicht entgegenblickt.“
Das „Gnothi seauton“ ist zu „Gnothi ton kosmon“ geworden, das „Erkenne dich selbst“ zum „Erkenne die Welt“.“
„Dieses Spannungsfeld zwischen der Wahrnehmung unseres Selbst als Individuum oder Teil einer Gruppe, als autarke Entität oder austauschbares Mosaiksteinchen, als Original oder Kopie, beleuchtet Gabriela Goronzy auf sehr differenzierte Weise und ohne abschließende Wertung.“

von © Dr. Thomas Piesbergen / VG Wort, September 2019
Der gesamte Text der Einführungsrede siehe unter: textprojekt

Alle Zeichnungen und Collagen sind im DinA4-Format und in der Farbe Rot entstanden, als eine Leitfarbe findet sich „Rot“ in unterschiedlichsten Abstufungen und Nuancierungen.

Weitere Arbeiten sind die Collagen, sie befassen sich ebenfalls mit dem Thema Identität, Individuum und Mehrheit. Info auf Gabriela Goronzy.de

Die Umsetzung aller Arbeiten auf Leinwand erhalten die Arbeiten einen malerischen Charakter, auf Alu-Dibond entsprechen die Arbeiten der Ästhetik der Zeichnungen und Collagen. siehe Shop

lebt und arbeitet in Hamburg

1992 – 1998
2002 – 2005  Studium Hochschule für bildende Kunst Hamburg
1992 – 1998   Studium APAKT Arbeitsgemeinschaft psychoanalytische Kunsttherapie

Einzelausstellungen

2019 –  „Lebendigkeit – Das Selbst im Spiegel der Welt“ Einstellungsraum, Hamburg
2004 – „You should be dancin…“ Nomadenoase, Golden Pudel Club, Hamburg

Gruppenausstellungen

2011  – „Identitäten“ Mashrabia Gallery of contemporary Art , Cairo, Ägypten
2002  – „zwölfmal „jump or so“ Ausstellungsraum Luzern, Schweiz
1995  – Kunst im Schaufenster, Hamburg