Jutta Konjer

Jutta Konjer

Jutta Konjer

Meine Arbeiten enthalten Geschichten oder setzen Geschichten voraus, die jeder bereits kennt.

Es sind die banalen Dinge des Alltags, die mich zu humorvollen, witzigen Arbeiten anregen.
Von der Geschichte getrennte Schlagzeilen aus Zeitungen und Magazinen wecken meinen Erfindungsgeist. Gefundene Briefmarken, benutzt und abgestempelt, ausgerissen aus dem Umschlag oder abgerissen von Postkarten, werden von mir mit einfachen Strichen in neue Räume gesetzt, in andere Zusammenhänge gebracht.
Die Motive werden erweitert, ad absurdum geführt oder mit ihrem Gegenteil konfrontiert.
Durch die individuelle Intervention mit Schere oder Bleistift wird der täglichen Bilderflut mit Humor und Witz begegnet. Ein kleines Lächeln oder Lachen öffnet neue Möglichkeiten.
Bilder jeglicher Art werden untersucht und zu neuen, irritierenden Kreationen geformt und für Bildfindungen verwendet. Bereits bestehende Ordnungen werden von einer anderen Seite gesehen, genutzt und hinterfragt.
Ein Wort oder Zeilen setzen Imagination frei, die in Zeichnungen festgehalten werden. Die Bedeutung hinter dem Vorgefunden ist von Interesse, ist Spielmaterial, für neue, andere Lösungen, Sichtweisen, Herangehensweisen, Möglichkeiten, mit Lust an Irritationen.
Fiktion und Realität tanzen durcheinander mit beispiellosen Hintersinn und spielerischer Humor und das Wertesystem steht Kopf.

Ich benutze diese „Urbilder für den Wechsel in die geistige Welt: die Welt der Träume, der Wünsche und der Sehnsüchte.“ ²
„Obwohl sie subjektiv geschrieben sind, werden sie von einem fiktiven Erzähler erzählt. Das Weiter- und Wiedererzählen trägt zu unserem Selbst- und Weltverständnis bei.“ ³
„Anfang und Ende sind wahllos gesetzte Punkte, an der sich die Geschichten aufreihen wie an Marionettenschnüren oder an Wäscheleinen.“ ³ Vergangenheit und Zukunft spielen schwarzer Peter. Das Jetzt schwindet nebulös.
Begriffe führe ich auf ihre Wurzeln zurück, Ideen sprühen vor Leichtigkeit, hintersinnigem Witz und Ironie, es sind „Botschaften aus längst vergangenen Zeiten, Erinnerungen, die an unser kollektives Gedächtnis rühren.“ ²

„Für jeden Menschen und für jedes Verhältnis zwischen den Individuen halten die Sagen, Märchen und Legenden der Zeit ein Urbild bereit.“ sagt Adorno. „Immer noch, man muss nur lange genug suchen.“

„Kunst ist in diesem Verständnis nicht Selbstzweck, sondern ein Instrument, Geschichte und Geschichten zur Sprache zu bringen.“ ²

² Isabelle Hofmann „Junge Kunst im Jungen Hotel“ 2006 Hamburg – Auszüge
³ Gudrun Thiessen Schneider „Die Pferde sind Los“ 1999 – Auszüge
Motive

Vita

1985 Studium an der HfbK Hamburg bei C. Böhmler
1993-1994 Diplom, Aufbaustudium
1991-1996 Erarbeitung Künstlerhaus Wendenstraße
1993-1996 Mitarbeit bei Weltbekannt e.V.
1995 Stipendium der Hansestadt Hamburg
1996 Barkenhoffstipendium
1997 Atelieraufenthalt in Maastricht
1998 Niedersachsenstipendium
1999 Atelieraufenthalt in Rotterdam
2000 Künstlerdorf Schöppingen
Atelieraufenthalt im Vechtetal D/NL
2004 Schloß Plüschow
2005 Cranach-Werkstatt, Lutherstadt Wittenberg
2007 Künstlerhaus Eckernförde
2008-2010 Atelierstipendium Gesamtschule Mümmelmannsberg
2012 Sella-Hasse-Kunstpreis

Seit 1991 bis heute nimmt Jutta Konjer an diversen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland teil,
ebenfalls unter dem Namen Kroko, als Künstlerpaar, mit ihrem Lebensgefährten Manfred Kroboth.

Weitere Informationen unter www.juttakonjer.de